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Spechtsbrunn °C
  15.12.2017 Ferienhaus Ostsee
Eine Wanderung aus der Vergangenheit zur Gegenwart

 

Streckenlänge:15,5 km

Minimale Höhe: 541 m

Maximale Höhe: 817 m

Markierung: Wegweiser

 

Ausgangspunkt unserer Wanderung ist der Parkplatz auf der „Hohen Warte“. Die gleichnamige Gaststätte lädt zur Stärkung ein! Wir wandern, dem Wegweiser folgend, in Richtung Bergmannsklause, eine der ehemals fünf Großhütten der Staatlichen herzoglichen Griffelbrüche des Herzogtums Sachsen-Meiningen. Unterwegs gibt es einen schönen Ausblick auf das im Tal liegende Städtchen Steinach.

 

Jahrhundertelang war der Abbau und die Verarbeitung des anstehenden Schiefergesteins Broterwerb für die Steinacher Bevölkerung. Die Herstellung der Schieferstifte, der Griffel, war Aufgabe der ganzen Familie. Während die Männer das Gestein in den Brüchen aus dem Fels brachen mit Karren transportierten, in Länge sägten und mit dem Spalthammer den Klotz spalteten, mussten die Frauen und Kinder die Rohlinge in runde Stifte schaben und schleifen, mit einer Papiermanschette versehen und verpacken. Das graue, feine Gestein hinterließ dabei den krankmachenden Staub. Die Industrialisierung am Ende des 19. Jahrhunderts ging auch in diesem Zweig nicht spurlos vorüber. Ein Griffelmacher, Landtagsabgeordneter der SPD im Landtag des Herzogtums Sachsen-Meiningen, Karl-Friedrich Weigelt, setzte sich vehement für seine Griffelmacher und ihre unmenschlichen Arbeits- und Lebensbedingungen ein. Die Aufnahme des Betriebs der Griffelfertigung in den Großhütten, bedeutete für die Arbeiter weniger Staub, besserer Arbeitsschutz und bessere Bezahlung. 

 

Die Bergmannsklause ist heute eine gut gehende Gaststätte mit Pension. Der Eigentümer hat mit viel Engagement und Liebe ein Idyll um das Tagebaugelände geschaffen. Ein Besuch der gemütlichen Klause oder im Sommer des Biergartens ist ein Muss! Wir steigen nun den schmalen Pfad empor und erreichen am „Kaufmannsgeräum“ die Kreuzung Breiter Berg mit Wegweisung, Rastplatz und Infotafel zum Griffelbergbau. Hinter dem Rastplatz beginnt der nächste Anstieg auf die Höhe des Tierberges. Dort oben auf den alten Schieferhalden, die steil abfallen, ist die „Schöne Aussicht“. Das Fleckchen heißt nicht nur so, sondern bei guter Sicht können wir in das Sonneberger Land und das Frankenland mit der Feste Coburg blicken. Auch das Fichtelgebirge taucht in der Ferne auf. Auf dem „K6“, einem zertifizierten Wanderweg über sechs Kuppen des Sonneberger Oberlandes, geht es weiter in Richtung Lauscha – Land. Aus dem Wald kommend und uns eine Rast gönnend, haben wir am „Schnitzerskopf“ einen schönen Blick auf Lauscha mit Oberlauscha. Die Triebwagen der Südthüringen - Bahn fahren in Spielzeuggröße am Hang entlang, verschwinden plötzlich und tauchen wieder auf. Wir wählen den rechten Weg an der Kreuzung und wandern über „Stürmersgeräum“ zum Grenzstein. Dort gibt es einige Informationen zum Schiefer- Glasweg. Unser Weg führt uns nun auf der Markierung des K6 weiter, vorbei an der Anlage der Sommerrodelbahn Ernstthal, der wir sicher an anderes Mal einen Besuch abstatten, weiter zum „Drei – Orte – Blick“ an der Fahrstraße zwischen Ernstthal und Piesau. Neuhaus am Rennweg, Ernstthal und Lauscha sind hier gleichzeitig zu sehen. Von hier aus erreichen wir nach ca. 100 m das Skifahrerdenkmal, das zu Ehren der im Ersten Weltkrieg gefallenen Ernstthaler Wintersportler errichtet wurde. Das weiße „R“ des Rennsteiges führt uns zur Laubeshütte. Dort verlassen wir den Thüringer Höhenweg wieder und gehen bergab zur Richtstatt mit der Wally-Eichhorn-Nelson Schutzhütte. Der Wegweiser zeigt uns die Richtung nach Haselbach, vorbei am Birkendreieck und der Limbergschutzhütte. Wir erreichen den Ortsteil Vorwerk am ehemaligen Forsthaus und biegen dort scharf rechts ab hinunter in den Ort. Über den Herrenteich und die Ortsmitte begeben wir uns am Rathaus die kleine Ortsstraße wieder hinauf zur „Hohen Warte“.

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