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Spechtsbrunn °C
  15.12.2017 Ferienhaus Ostsee
Wer schon einmal von Eschenthal nach Christiansgrün gelaufen ist, der kam an einem idyllisch gelegenen See vorbei: dem Verlorenen Wasser. Um diesen See ragt sich eine Sage, die wir Ihnen nun erzählen möchten:
Im See hauste vor Jahrhunderten ein Wassermann, der hatte sieben wunderschöne Töchter. Diese hatten blondes, leuchtendes Haar und grüne, dunkle Augen (so wie das Wasser des Sees). Diese Mädchen mischten sich bei Festen in den umliegenden Orten unter die Menschen und tanzten mit den jungen Burschen. Jedoch zeigte ihre weiße Haut nie ein leichtes Erröten und auch die Hände lagen immer kalt auf der warmen Haut der Burschen. Sie verließen das bunte Treiben immer um kurz vor 23:00 Uhr und keiner der Verehrer konnte Ihnen folgen. Dem Einen oder Anderen gelang es zwar, sie bis zum Waldrand zu begleiten, ab da verlor sich aber dann die Spur der Mädchen.
Eines schönen Tages fand wieder so ein Fest statt. Ein junger, recht ruhiger Mann verliebte sich in eines der weiblichen Wesen und wollte sie nicht mehr verlieren. Auch sie verließ wieder kurz vor 23:00 Uhr das Fest und er folgte ihr. Am Waldesrand hielt er sie dann innig fest. Sie sträubte sich und ihr eisiges Herz verbrannte ihn fast. Er ließ aber nicht von Ihr ab. Und so ging seine Wärme auf sie über und sie wurde ein Mensch mit all den Sehnsüchten, Ängsten und Glücksgefühlen, die wir Menschen nunmal haben. Sie zog zu ihm in sein kleines Häuschen, vergaß mit der Zeit die Schwestern und den See und kurz nach der Hochzeit stellten sich Mutterfreuden ein. Das kleine Mädchen besaß das selbe blonde Haar wie die Mutter und auch die tiefgrünen Augen. Sieben glückliche Jahre vergingen.
Das Mädchen hatte viele Spielkameraden, mit denen es durch die Wälder und über die Felder streifte. Eines Tages kamen sie zu dem Verlorenen Wasser. Natürlich fanden alle den See spannend, das Mädchen jedoch sah als einzige die Schwestern ihrer Mutter, die ihr freudig zuwinkten und ihr zuriefen. So stieg sie in das Wasser. Die Kameraden konnten nichts tun und liefen in den Ort, um die Eltern zu informieren. Daraufhin lief die Mutter, die sich nun wieder an die Schwestern erinnerte, zum See und lief ebenfalls hinein. Auch sie konnte nicht mehr gerettet werden und versank unauffindbar. Ihr Mann, der keinen Sinn mehr in seinem Leben sah, zog fort. Keiner weis, wohin ihn sein Schicksal geführt hat.
Die fabelhaften Schwestern tanzen in mancher Nacht noch heute in wallenden Kleidern über die Wiesen, sie wissen ja nichts von Sehnsucht, Liebe und Schmerz. Die Eine, die für sieben Jahre ein Mensch sein durfte, sitzt dann weinend am See.....
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