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Spechtsbrunn °C
  22.10.2017 Ferienhaus Ostsee
(nach Wolfgang Wiegand; Beiträge zur Geschichte der Gemeinde Hasenthal) Der Große und der der Kleine Först zählten einst zu den grasreichsten Bergen im Sonneberger Oberland und wurden deshalb im 18. Jahrhundert zur Sommerweide der herrschaftlichen Pferde und Fohlen genutzt. An diese Zeit erinnert uns noch ein kleines unscheinbares Gebäude, das Fohlenhaus, eine bescheidene Unterkunft für die damaligen Waldhirten. An dieser Stelle, einer Hochfläche auf dem „Großen Först“, hatte von 1526 bis 1531 Hans Thomas von Absberg, ein brutaler und berüchtigter Raubritter, samt seinem Gefolge ein geeignetes Versteck gefunden, denn die alte Handelsstraße von Leipzig nach Nürnberg war nur wenige Kilometer entfernt. Hans Thomas von Absberg rächte sich für die Wegnahme seiner väterlichen Burg durch den Schwäbischen Bund, indem er vom Först aus Nürnberger und Leipziger Kaufmannszüge überfiel und das Raubgut bis nach Böhmen verkaufte. In seiner maßlosen Gier war der Raubritter aber mit der Beute allein noch nicht zufrieden. Er schlug jeweils einem gefangenen Kaufmann die rechte Hand ab und schickte ihn in die Handelssstätte zurück, um für die restlichen Gefangenen ein hohes Lösegeld zu erpressen. Fünf Jahre lang tyrannisierte der Raubritter mit seinen Kumpanen auch die armen Bergbauern, Köhler und Hirten in den umliegenden Dörfern. Hundertfach verfluchten sie ihn und seine willfährigen Handlanger. Hans Thomas von Absberg entging seiner gerechten Strafe nicht. Der so genannte „Handabschneider“ endete in Böhmen durch Todschlag. Seine Leiche soll man im Oberlauf der Moldau bei Oberplan (Horni Plana) gefunden haben. Auf dem „Großen Först konnte nun wieder die Ruhe des Waldes einziehen. .
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