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Spechtsbrunn °C
  22.10.2017 Ferienhaus Ostsee

Blick auf Hasenthal Die Besiedlung Hasenthals begann mit großer Sicherheit um das Jahr 1400. Die ersten Siedler waren Köhler, deren Holzkohle aus Buchenholz zur Gewinnung von Roheisen und Kupfer mehr und mehr gefragt war. Der Ortsname Hasenthal soll nach einem ehemaligen Hochofenbesitzer Hase entstanden sein, in dessen Hütte das Roheisen verarbeitet wurde.

Die Reichserbsmarschälle von Pappenheim erwarben die Hasenthaler Wälder nach 1440. Die urkundliche Ersterwähnung ist auf den 29. August 1488 datiert.

1488 belehnt Sebastian von Pappenheim den                  Leipziger Bürger Hans von Leimbach mit den Hasenthaler Gütern, dazu zählt auch die Saigerhütte. Die Hasenthaler Saigerhütte war die höchstgelegene thüringische Hütte und zugleich auch die kleinste. Versaigert wurde in Hasenthal vor allem Schwarzkupfer aus Schlema, Ilmenau und Saalfeld und nur in geringem Maße Kupfer aus dem Mansfeld. Das erzgebirgische Kupfer konnte in Hasenthal versaigert werden, weil Hans von Leimbach seit 1487 das Amt eines kurfürstlichen Zehntners in Schneeberg ausübte. Hans von Leimbach widmete sich jedoch bald schon anderen Handelstätigkeiten zu und schenkte der Hasenthaler Saigerhütte keine große Aufmerksamkeit. Nach dem Tode Leimbachs blieben die erzgebirgischen Lieferungen aus, das Ilmenauer Bergwerk geriet in Schulden. Bereits im Jahre 1514 wurde die Hasenthaler Saigerhütte wieder stillgelegt. Sie war unrentabel geworden. Dazu beigetragen haben sicherlich auch die klimatischen Bedingungen in Hasenthal. Von Oktober bis April herrschte damals der Winter. Die Transporte waren äußerst schwierig, es fehlte das notwendige Wasser.

Bis weit ins 16. Jahrhundert wurde in Hasenthal Eisenverhüttung betrieben.

Weitere Erwerbsquellen waren die Herstellung von Holzkohle, die Gewinnung von Harz zur Herstellung von Pech, die Förderung von Eisensteinen und eine geringe Landwirtschaft.

Durch die Erschließung des ersten Griffelbruches im Jahr 1812 kam es zu einer raschen Entwicklung Hasenthals.

Heute ist der Ort vor allem durch die Kunststoffindustrie geprägt. Desweiteren finden wir Dienstleistungs- und Handwerksbetriebe, ein Cafe mit Glasbläservorführung in Schneidemühle, einen Kindergarten und die Staatliche Grundschule. Sehenswert ist das Bauernhaus aus dem Jahre 1783.

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